Was ist eine japanische Haarglättung?
- Tina Do

- vor 2 Tagen
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Aktualisiert: vor 10 Stunden

Die japanische Haarglättung, auch als Yuko System bekannt, ist eine Glättungstechnik, die 1996 in Japan von der japanischen Stylistin Yuko Yamashita entwickelt wurde.
Die japanische Haarglättung gehört zur Kategorie der dauerhaften Haarglättungen. Das Verfahren glättet die Haare nicht, indem die Haarfaser beschädigt wird, sondern indem sie geschmeidiger gemacht und dauerhaft umstrukturiert wird. Je nach Haarstruktur kann das Ergebnis bis zu 12 Monate halten.
Als permanente Glättungstechnik wirkt die japanische Haarglättung tief im Inneren der Haarfaser und verändert deren Struktur nachhaltig. Nach der Behandlung wirken die Haare außergewöhnlich glatt, weich und geschmeidig.
Japanische Haarglättung oder brasilianische Glättung – wo liegt der Unterschied?
Der Unterschied zwischen brasilianischer und japanischer Glättung liegt vor allem in der Technik.
Die japanische Haarglättung verändert die Haarstruktur dauerhaft, um das Haar langfristig zu glätten. Die brasilianische Glättung hingegen ähnelt eher einer Pflegebehandlung, die die Haarfaser umhüllt, um das Haar glatter und glänzender erscheinen zu lassen.
Die japanische Haarglättung gilt als deutlich effektiver für dauerhaft glattes Haar. Sie wird mit einer Pflege durchgeführt, die hochkonzentrierte Seidenproteine enthält und ohne aggressive schädliche Chemikalien auskommt. Diese Proteine wirken weichmachend auf das Haar.
Durch ihr geringes Molekulargewicht können die Aminosäuren der Seidenproteine tief in die Haarkutikula eindringen und helfen dem Haar, seine natürliche Feuchtigkeit zu bewahren.
Seide ist außerdem dafür bekannt, die Elastizität der Haarfasern zu verbessern. Deshalb fühlen sich die Haare nach einer japanischen Glättung seidiger, glänzender, widerstandsfähiger und leichter kämmbar an.
Die glättenden und schützenden Eigenschaften der enthaltenen Seidenproteine begeistern bis heute zahlreiche Hollywood-Prominente. Gleichzeitig helfen die Proteine dabei, das Austrocknen der Haare zu verhindern und verleihen ihnen ein angenehm satiniertes Gefühl.
Wie funktioniert eine japanische Haarglättung?
Zunächst werden die Haare gründlich gewaschen, um Rückstände und Unreinheiten zu entfernen, und anschließend getrocknet.
Danach wird das Produkt für die japanische Glättung aufgetragen. Dieses wirkt schnell und effektiv auf die Haarstruktur, entspannt das Haar und glättet es, ohne es steif oder spröde zu machen. Je nach Haarstruktur beträgt die Einwirkzeit zwischen 10 und 45 Minuten.
Nach der Einwirkzeit werden die Haare sorgfältig ausgespült, getrocknet und anschließend mit einem Glätteisen geglättet, um den Prozess zu aktivieren und das Produkt tief in das Haar eindringen zu lassen.
Im Anschluss wird eine fixierende Milch auf das gesamte Haar aufgetragen und etwa fünfzehn Minuten einwirken gelassen.
Nach einer dritten und letzten Haarwäsche werden die Haare erneut getrocknet und frisiert. Das Ergebnis ist beeindruckend glattes Haar, das je nach Haarstruktur zwischen 6 und 12 Monaten halten kann.
Wichtige Pflegehinweise nach der japanischen Haarglättung
Damit die Haare dauerhaft glatt bleiben, sollten sie während der ersten 48 Stunden nach der Behandlung nicht berührt oder manipuliert werden.
Das bedeutet:
kein Haarewaschen,
keine Haarspangen,
keine Haargummis,
keine Scrunchies,
und keine anderen Accessoires, die Abdrücke im Haar hinterlassen könnten.
Falls die Haare versehentlich nass werden (zum Beispiel durch Regen oder Feuchtigkeit), genügt meist ein kurzes Nachglätten mit dem Glätteisen, um die glatte Form wiederherzustellen.

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